Kalk und Kalkablagerungen

In der Natur kommt Kalk vor allem als mineralisches Gestein vor, löst sich aber leicht in Wasser und verleiht diesem eine gewisse Härte. Diese Eigenschaft, die dem Gehalt an gelöstem Kalzium und Magnesium im Wasser gleichkommt, wird in ppm (oder mg/L) Kalziumkarbonat oder in französischen Graden (Symbol °f oder °TH) ausgedrückt, die hauptsächlich in der Schweiz und in Frankreich verwendet werden.

Wertebereich des hydrometrischen Titers (TH)

Wasser (°f) 0 bis 7 7 bis 15 15 bis 30 30 bis 40 +40
Wasser sehr weich weich eher hart hart sehr hart

 

Vergleich zwischen verschiedenen ausländischen und französischen Einheiten:

    Französischer Grad Englischer Grad Deutscher Grad Amerikanischer Grad Milliäquivalenz
Französischer Grad °f 1 0,70 0,56 0,58 0,20
Englischer Grad °Clark 1,43 1 0,8 0,83 0,286
Deutscher Grad °DH 1,79 1,25 1 1,04 0,358
Amerikanischer Grad ppm 1,72 1,2 0,96 1 0,34
Milliäquivalenz mEq 5 3,5 2,8 2,9 1

Sehr oft bleiben uns nur die Unannehmlichkeiten in Erinnerung, die durch zu hartes Wasser verursacht werden (verkalkte Haushaltsgeräte, raue Wäsche usw.). Doch je kalkhaltiger Wasser ist, desto reicher ist es an Kalzium und Magnesium, die für unsere Gesundheit unerlässlich sind. Um seinen Nutzen für das Wasser, das wir trinken, zu verstehen, wird im Folgenden erklärt, woher der Kalk kommt und wie er sich im Wasser bildet, und so bis in unsere Wasserhähne gelangt

 

Wie entsteht Kalk?

Kalkstein kann sich bilden:

  • Entweder durch Anhäufung von Skelettfragmenten oder Kalkschalen, z. B. von Korallen, Muscheln oder Protozoen: Dann spricht man von Kalkstein organischen Ursprungs,
  • oder durch chemische oder biochemische Ausfällung von Kalziumkarbonat: Dann spricht man von Kalkstein chemischen Ursprungs.

Kalkstein ist leicht an seiner weißen Färbung zu erkennen und hinterlässt beim Berühren eine Art Puder auf den Händen. In der Schweiz findet man ihn vor allem in den Regionen des Jurabogens.

Der Kalkgehalt des Wassers hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab, durch den es von der Quelle bis zum Wasserhahn fließt.

 

Wie gelangt Kalk in unsere Wasserhähne?

Bevor das Wasser in unsere Wasserhähne gelangt, durchläuft es einen langen Weg in Form von immer wiederkehrenden Kreisläufen. Es durchläuft verschiedene Bodenarten (Grundwasser, das durch versickerndes Regenwasser gespeist wird) und wird auf natürliche Weise mit den für unsere Gesundheit wichtigen Mineralsalzen und Spurenelementen Phosphor, Kalzium und Magnesium angereichert.

Je nach der geologischen Beschaffenheit der durchquerten Böden ist die physikalisch-chemische Zusammensetzung des Wassers nicht die gleiche. So liefert Wasser, das durch kalkhaltigen oder kreidehaltigen Boden fließt, Wasser mit einem hohen Kalkgehalt, während Wasser, das durch kristallinen Boden wie Sand oder Granit fließt, als weich gilt.

Das Wasser durchläuft dann eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, bevor es zu unseren Wasserhähnen gelangt. Es behält seine natürlichen mineralischen Eigenschaften, wird aber verschiedenen Behandlungen unterzogen, um sicherzustellen, dass es ohne Risiko für die menschliche Gesundheit getrunken werden kann.

Kalk kommt im Leitungswasser vor, ist aber auch in abgefülltem Wasser enthalten. Die Härte des Wassers hat keine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, allerdings kann sehr hartes Wasser bei empfindlicher Haut Reizungen hervorrufen.

 

Was ist der Unterschied zwischen Kalk und Kalkablagerungen (Kesselstein)?

  • Kalk entspricht dem im Wasser enthaltenen Kalzium und Magnesium.
  • Kalkablagerungen/Kesselstein sind Ablagerungen, die sich bei erhitztem Wasser verfestigen: Das können weiße Schlieren auf trocknendem Geschirr oder weißliche Ablagerungen am Boden eines Wasserkochers, in Rohren, Heizkörpern usw. sein.

 

Wie können Sie Ihre Haushaltsgeräte gegen Kalkablagerungen schützen?

  • Denken Sie daran, entmineralisiertes Wasser zu verwenden, das keine Mineralien enthält und so die Bildung von Kalkablagerungen verhindert und auch Ihre Textilien vor möglichen Flecken bewahrt.

  • Informieren Sie sich über die Wasserhärte an Ihrem Wohnort. Die Wasserhärte hängt von der geologischen Beschaffenheit des Bodens ab, durch den das Wasser geflossen ist, variiert von Region zu Region und ist proportional zu seinem Kalzium- und Magnesiumgehalt. Sie hängt nicht von der Trinkbarkeit ab. Sie wird in "französischen Grad" (°f) berechnet. Ein Wasser gilt als hart, wenn sein hydrometrischer Wert (TH) über 15°f liegt. Umgekehrt wird Wasser mit einem TH-Wert unter 15°f als weiches Wasser bezeichnet.

 

plan eau

Dureté de l'eau